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Neue Schwachstellen

Operational Technology (OT) ist für Cyberkriminelle in vielerlei Hinsicht sehr verlockend. Zum einen erlaubt der klassische Datenklau Einblicke in die Pläne von Unternehmen und somit die Basis für den Verkauf der Daten an Wettbewerber oder für Erpressungsversuche. Laut der BITKOM-Studie „Spionage, Sabotage und Datendiebstahl – Wirtschaftsschutz in der Industrie“ von 2018 haben diese Form der Attacken deutsche Unternehmen in den vergangenen zwei Jahren über 40 Milliarden Euro gekostet. Mehr als ein Viertel der Angriffsziele verzeichneten Unternehmen in der Fertigung und Produktion. Fällt eine smarte Produktionsumgebung einer Cyberattacke zum Opfer, kann eine Kettenreaktion die Produktion zum Erliegen bringen. Dies gelingt entweder durch einen horizontalen oder durch einen vertikalen Angriff. Bei einem vertikalen Angriff werden zunächst nur einzelne Ebenen infiziert. Durch die Vernetzung der zuvor isolierten Systeme zu einem Fertigungsnetz ist es Cyberkriminellen möglich, selbiges über einzelne schlecht geschützte Systeme als Ganzes anzugreifen. Eine ähnliche Kettenreaktion zieht ein horizontaler Angriff nach sich, auch wenn die Folgen ein größeres Ausmaß erreichen. Ein derartiger Angriff betrifft nicht nur die Fertigung selbst, sondern auch Zulieferer und dementsprechend auch am Vertrieb und auch an der Logistik beteiligte Unternehmen. Die Studie von BITKOM belegt, dass diese Bedrohung nicht erst in ferner Zukunft liegt, sondern bereits jetzt Realität ist. Aus diesem Grund werden viele Unternehmen im Jahr 2019 ein umfangreicheres Schwachstellenmanagement für die neu entstandenen Sicherheitslücken einführen müssen.

 

Quelle: www.security-insider.de